Lebenslauf schreiben – 12 Schritte zum perfekten Lebenslauf 2018

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Der Lebenslauf ist das Herzstück der Bewerbung- das zentralste und wichtigste Dokument der Bewerbungsunterlagen und wird von Personalentscheidern meist als Erstes in den Blick genommen. Deshalb sollte der Lebenslauf übersichtlich und klar strukturiert sein. Die tabellarische Form in anti-chronologischer Form (der letzte Job an erster Stelle) ist die häufigste Bewerbungsart.

Hier die 12 Schritte bis zum perfekten Lebenslauf, die wir empfehlen:

1. Muster oder Vorlage auswählen
Muster und Vorlagen in Word Format sparen viel Zeit beim Lebenslauf schreiben. Hier finden Sie eine große Auswahl an Muster-Lebensläufen zum kostenlosen herunterladen:

2. Individualisierung der Vorlage
Nachdem Sie die passende Vorlage gefunden und heruntergeladen haben, sollte die Vorlage an Ihre individuellen Vorstellungen angepasst werden. Dabei kann sowohl der persönliche Geschmack als auch das Corporate Design des angestrebten Unternehmens oder Arbeitgebers zu einem Vergleich herangezogen werden. Dazu lohnt sich ein Blick auf die Webseite:

  • Welche Schriftart wird in welchem Farbton (grau oder schwarz?) verwendet?
  • Welche weiteren Farben, über die Farben des Logos hinaus, kommen zum Einsatz?

Nähere Informationen zur Individualisierung der Lebenslauf-Vorlagen finden Sie hier.

3. Überschriften auswählen
Der Lebenslauf kann auf vielfältige Weise gegliedert werden. Hilfreich dazu sind (Unter-) Überschriften wie zum Beispiel „Beruflicher Werdegang“ oder „Bildungsweg“. Doch es gibt eine Vielzahl weiterer (Unter-)Überschriften, die im Lebenslauf Verwendung finden können.

Hier gibt es die Größte, uns bekannte, Sammlung von möglichen Überschriften im Lebenslauf, anhand derer Sie Ihren Lebenslauf individuell mit Überschriften gliedern können.

 

Tipp

Für den Titel des Lebenslaufs haben Sie drei Möglichkeiten:

  1. Klassisch: „Lebenslauf“ und darunter (kleiner) Ihren Namen
  2. Modern: Ihr Name
  3. „Lebenslauf Name“

Wählen Sie den Titel je nachdem, ob Ihr zukünftiger Arbeitgeber eher in einer konservativen oder modernen Branche tätig ist.

4. Persönliche Daten ausfüllen
Zu den persönlichen Daten gehören auf jeden Fall:

  • Anschrift
  • E-Mail Adresse
  • Telefonnummer

Freiwillig aber üblich sind außerdem Angaben zu:

  • Geburtsdatum und Ort
  • Familienstand
  • Nationalität – sofern relevant
  • geg. Anzahl von Kindern
  • Konfession – sofern relevant, zum Beispiel bei kirchlichen Trägern

5. Foto einfügen
Auch wenn es formal gesehen nicht erforderlich ist: das Bewerbungsfoto gibt Ihrer Bewerbung ein Gesicht und zeigt den Personalentscheidern, wie Sie vorhaben, das Unternehmen oder den Arbeitgeber nach außen zu vertreten. Wichtig ist deshalb auch eine professionelle Erstellung des Fotos.

Wo kommt das Bewerbungsfoto hin?
Das Bewerbungsfoto kann entweder auf dem Deckblatt oder auf dem Lebenslauf eingefügt werden. In Zeiten von E-Mail Bewerbung tendieren viele Bewerber dazu, auf ein Deckblatt zu verzichten, um die Bewerbungsunterlagen möglichst kompakt zu gestalten.

Tipp

Alle Infos rund um das Thema, zum Beispiel wie Sie einen guten Fotografen in Ihrer Nähe finden und wie Sie sich am besten auf den Fototermin vorbereiten, finden Sie auf der Seite Bewerbungsfoto.

Möglich ist es auch, die erste Seite des Lebenslaufes als eine Art „Mischung von Deckblatt und Lebenslauf“ zu gestalten:

6. „Angestrebte Position“ oder „Berufliche Schwerpunkte“
Unter die persönlichen Angaben und das Bewerbungsfoto kann ein Abschnitt eingefügt werden der beispielsweise mit „Angestrebte Position“ oder „Berufliche Schwerpunkte“ überschrieben wird. Hier können Sie Ihren „Claim“ machen – sagen, wo Sie hin möchten oder was Sie besonders gut können. Dazu nennen Sie zum Beispiel 3 besonders relevante Punkte. Das kann dann besonders hilfreich sein, wenn Sie über vielfältige Erfahrungen verfügen, die nicht gleich aus dem beruflichen Werdegang ersichtlich sind. Selbsterklärend geht es darum, hier die Aufmerksamkeit der Lesenden auf bestimmte Punkte zu lenken, die Ihnen besonders wichtig sind.

7. Beruflicher Werdegang
Die Kunst ist es, das Wesentliche herauszuarbeiten!
Das heißt: Konzentration auf die Fakten, keine Erklärungen, Anmerkungen oder Ähnliches.

Zum Beispiel:

seit 10/99                  Bereichsleiter bei der Musterfirma XY, Musterstadt

  • Leitung Bereich Energiebeschaffung
  • Beratung der Führungskräfte bei der Planung, Einführung
    und dem Betrieb von Baustellen und Produktionsstätten
  • Planung, Durchführung und Dokumentierung von
    Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltaudits

Tipp

Lücken im Lebenslauf? Lücken im beruflichen Werdegang sind OK, doch Sie sollten erklärt werden – dadurch erhalten Sie einen Lebenslauf ohne Lücken. Unter dem obigen Link lesen Sie, wie Sie die Lücken im Lebenslauf sinnvoll füllen können.

Tipp

Passen Sie den Lebenslauf bei jeder Bewerbung individuell an die Stellenausschreibung an. Sind die Schlüsselwörter aus dem Anforderungsprofil genannt? Personalentscheider suchen oft nach diesen Schlüsselwörtern.

8. Qualifikation im Lebenslauf nennen
Berufseinsteiger rücken Ihre Qualifikation im Lebenslauf natürlich besonders in den Vordergrund. Alle anderen Bewerber mit Berufserfahrung rücken die Qualifikation an die zweite Stelle, nach der „Berufserfahrung“ oder dem „Beruflichen Werdegang“.

In den Anlagen dienen die Kopien von Abschlusszeugnissen als Belege für Ihre Angaben im Lebenslauf. Wählen Sie die Anlagen sorgfältig aus.

9. Fort- und Weiterbildungen
Vor allem die Fort- und Weiterbildungen*, die dem Anforderungsprofil der Stellenausschreibung dienen, sollten im Lebenslauf genannt werden. Außerdem sind aktuelle Fort- und Weiterbildungen ein Beleg dafür, dass Sie beruflich auf dem neuesten Stand sind.

10. Persönlichkeit und Hobbys im Lebenslauf
Mit Hobbys und weiteren Interessensgebieten oder ehrenamtlichem Engagement zeigen Sie nicht nur Persönlichkeit in Ihrer Bewerbung, sondern können wichtige Eigenschaften kommunizieren, zum Beispiel Teamplayer durch eine Team-Sportart.

11. Layout der weiteren Unterlagen anpassen
Ihre Bewerbung sollte optisch „aus einem Guss“ sein, das heißt ein einheitliches Erscheinungsbild bieten. Das umfasst unter Anderem Schriftart, Schriftgröße, Abstand zu den Seitenrändern und die Formatierung der Überschriften.

Alles was Sie zum Thema Layout wissen sollten, finden Sie hier auf der Übersichtsseite zum Layout der Bewerbungsunterlagen.

Tipp

Befassen Sie sich mit der DIN 5008 bei der Bewerbung und sorgen Sie gleich von Anfang an für einheitliches Erscheinungsbild aller Bewerbungsunterlagen durch gleiche Abstände bei den Seitenrändern

12. Den Lebenslauf unterschreiben?
In Zeiten von E-Mail Bewerbungen fragen sich Bewerber, ob und wie Sie den Lebenslauf unterschreiben sollen? Im Prinzip gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Den Namen über die Tastatur eingeben, in Normal- oder Kursivschrift.
  2. Die Unterschrift einscannen und einfügen.

Zweiteres ist eine Formalität, die sich Bewerber getrost sparen können. Allerdings gibt es Arbeitgeber, die in diesem zusätzlichen Arbeitsschritt eine besondere Mühe erkennen. Wenn die Unterschrift einmal eingescannt ist, hält sich der Aufwand in Grenzen, die Unterschrift bei jeder weiteren Bewerbung einzufügen. Deshalb kann es vor allem bei einer Bewerbungsphase mit vielen Bewerbungen Sinn machen, die Mühe auf sich zu nehmen. Wie Sie dabei am besten vorgehen, lesen Sie hier im Artikel Lebenslauf Unterschrift bei der E-Mail Bewerbung.

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