Die Jobsuche beginnen – die wichtigsten Schritte

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Einleitung – die eigene berufliche Situation

Je nach dem, ob Sie sich aus dem Job heraus bewerben oder gerade arbeitslos sind – die Jobsuche wird sich unterschiedlich gestalten. Doch gibt es wichtige Punkte zur Bewerbungsvorbereitung, die für alle individuellen Situationen gemeinsam gelten. Dazu hilfreiche Tipps in diesem Artikel.

Eine Bitte: Starten Sie die Jobsuche nicht direkt mit der Stellensuche. Nehmen Sie sich vorher ein paar Minuten Zeit für diesen Artikel. Sie können sich dadurch Zeit bei der Stellensuche und Umwege ersparen.

Bewerbung aus dem Job heraus

Oft ist die Hauptmotivation „weg von der alten Stelle“. Doch es kann eine große Herausforderung sein, sich auf einen neuen Job einzustimmen, wenn der Alte noch nicht abgeschlossen ist. Zudem kann es einiges an Durchhaltevermögen erfordern, eine Bewerbungsphase parallel zum aktuellen Job durchzustehen (wie das trotzdem gelingen kann, lesen Sie in diesem Artikel).

Immer beliebter wird es deshalb, sich eine Auszeit oder Sabbatical zu nehmen. Zum Glück findet eine Auszeit auch bei Arbeitgebern immer mehr Akzeptanz: Sie starten mit frischer Energie und vielleicht auch guten Ideen in den neuen Job.

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Bewerbung aus der Arbeitslosigkeit

Die Bewerbung aus der Arbeitslosigkeit hat den Vorteil, dass Sie sich voll auf die Bewerbungsphase konzentrieren können und viel mehr Zeit für die Jobsuche zur Verfügung haben. Diesen Vorteil können Sie intensiv nutzen:

Buchtipp: In 90 Tagen aus der Arbeitslosigkeit

Der Autor Hans-Georg Willmann hat auf BewerbungsWissen.net bereits diese Artikel veröffentlicht:

Zu unserem Artikel “Arbeitslos? Bewerbung aus der Arbeitslosigkeit

 




Die Zeit der Jobsuche sinnvoll nutzen und profitieren

Auf jeden Fall ist es sinnvoll bis notwendig, die Zeit der Arbeitslosigkeit gut zu nutzen. Über die Jobsuche hinaus kann ein ehrenamtliches Engagement oder der Besuch einer Weiterbildung die Lücke im Lebenslauf schließen.

Tipps: Hier können Sie Weiterbildungsmöglichkeiten* recherchieren. Erkundigen Sie sich bei der Agentur für Arbeit nach den Möglichkeiten einer Kostenübernahmen, falls nicht schon geschehen.

Ein klares Ziel vor Augen

Wo liegen Ihre Stärken? Es ist wichtig, dass Sie sich Ihre Stärken klar vor Augen führen und auch aufschreiben. Eine Potenzialanalyse bietet hilfreiche Fragen.

Später wird es Ihre Aufgabe sein, Ihre Stärken in der Bewerbung so „herauszuarbeiten“, dass es für die Personalentscheider einfach ist, Ihre Stärken schnell zu überblicken und zu erfassen.

Fachwissen und Erfahrungen sind nicht alles. Ihre eigenen Bedürfnisse, Werte und Ziele sind ebenso wichtig. Der Artikel Jobs mit Sinn gibt dazu Anregungen.

Oft ist ein Prozess, bis Sie ein klares Bild von Ihrem „Traumjob“ oder „Wunschjob“ haben. Mit diesem Bild kann es weiter gehen, um zu sehen, was möglich ist:

 

Die eigene Einstellung und Haltung bei der Jobsuche

Eine professionelle Vorgehensweise bei der Jobsuche hilft sehr, unnötige Fehler und erfolglose Bewerbungen zu vermeiden. Das spart Ihnen Zeit:

Zeitfenster für die Jobsuche planen

Je nach dem, wie viel Zeit Ihnen zur Verfügung steht, können Sie sich einen realistischen Wochenplan überlegen mit einer To-Do Liste.
In einem weiteren Schritt empfiehlt es sich, für gute Arbeitsbedingungen zu sorgen:

Den Arbeitsplatz gestalten

Wenn Sie in einer Phase der Jobsuche sind, lohnt es sich eine gute Arbeitsumgebung zu schaffen. Soweit möglich beinhaltet das sowohl einen aufgeräumten Schreibtisch, als auch ein System für Ihre Unterlagen: Wann habe ich mich wo beworben und mit welchen Unterlagen?

Wir empfehlen ein System in digitaler Form oder in Papierform, das aus einem Übersichtsblatt/Tabelle und einem Ordner mit Unterteilungen besteht.

Folgende Unterlagen können pro Bewerbung gesammelt werden:

  • Die Stellenanzeige
  • Die Analyse der Stellenanzeige
  • Eckdaten über den potenziellen Arbeitgeber aus der Internetrecherche
  • Kopie des Anschreibens
  • Welche Anlagen eingereicht wurden
  • Gesprächsprotokolle von möglichen Telefonaten

 

Analyse des Arbeitsmarktes

Eine erste Recherche beginnt meist im Internet und sollte breit gestreut sein, damit Sie sich einen Überblick über den Arbeitsmarkt verschaffen.

Eine Liste der besten Jobbörsen und Tipps zur Jobsuche finden Sie hier.

Kontakte und Netzwerke nutzen bei der Jobsuche

Wem sollte ich mitteilen, dass ich einen neuen Job suche?

Der Beginn der Jobsuche ist ein guter Zeitpunkt, sich mit Freunden und Kollegen auch in der virtuellen Welt eines Businessnetzwerkes zu vernetzen:

Die eigene online Präsenz überprüfen

Was finden Sie im Internet, wenn Sie sich selbst „googeln“? So wissen Sie, was Personaler über Sie wissen könnten, denn immer mehr Arbeitgeber recherchieren nach ihren Bewerbern im Internet.

Sofern vorhanden, überprüfen und aktualisieren Sie auch Ihre Onlineprofile in Business Netzwerken wie XING. Zu XING gibt es hier eine Anleitung zur Erstellung eines guten Profils (und wie es bei der Bewerbung helfen kann) und hier Tipps zur Optimierung Ihres Profils.

Referenzen und Empfehlungsschreiben einholen

Möglichst in der Anfangszeit der Jobsuche sollten Sie sich darüber Gedanken machen, wer als Referenz oder für ein Empfehlungsschreiben in Frage kommt. Denn meist braucht es Zeit, bis Sie das fertige Referenzschreiben oder Empfehlungsschreiben auf dem Tisch liegen haben.

Referenzen und Empfehlungsschreiben sind nicht nur für Studierende von Bedeutung, die ihren ersten Job suchen und noch keine Arbeitszeugnisse vorlegen können, sondern auch für Berufserfahrene. Denn Arbeitszeugnisse verlieren durch Ihre standardisierten Textbausteine immer mehr an Aussagekraft und dadurch auch an Glaubwürdigkeit. Immerhin enthalten Sie in der Regel eine vollständige Tätigkeitsbeschreibung.

Tipp: Wenn Sie sich aus dem Job heraus bewerben und Ihren Vorgesetzten nicht um ein Zwischenzeugnis bitten möchten, ist eine selbst erstellte Tätigkeitsbeschreibung über Ihren aktuellen Job eine echte Alternative.

Bewerbungsunterlagen aktualisieren

Neben der Erstellung oder der Aktualisierung des Lebenslaufes und dem ersten Entwurf eines Bewerbungsanschreibens (einem allgemeinen Entwurf der später individualisiert wird) kann bereits eine Entscheidung über den Aufbau der Bewerbungsunterlagen erfolgen, z.B. mit oder ohne

  • Deckblatt
  • Dritte Seite
  • Motivationsschreiben
  • Welche Anlagen sollen noch in die Bewerbungsmappe?

 

Ist das Bewerbungsfoto aktuell und gut genug?

Das Bewerbungsfoto sollte nicht älter als ein bis zwei Jahre sein. Mit einem Bewerbungsfoto geben Sie Ihrer Bewerbung ein Gesicht und stellen dar, wie Sie Ihren zukünftigen Arbeitgeber nach Außen repräsentieren wollen. Alles Weitere zum Thema Bewerbungsfoto finden Sie hier.

Tipp: Die Kosten für ein professionelles Bewerbungsfoto können Sie von der Steuer absetzen.

Initiativbewerbungen sind chancenreich

70 Prozent aller Stellen werden nicht über Stellenanzeigen vergeben, sondern über persönliche und berufliche Kontakte. Deshalb lohnen sich Initiativbewerbungen – natürlich je nach Branche und Region.

 

Nach dem Versenden der ersten Bewerbung

Nach dem Versenden der ersten Bewerbung sollte die Zeit gleich genutzt werden um sich auf Folgendes vorzubereiten:

Zum Schluss ein Tipp zur Motivation bei der Jobsuche

Ganz zum Schluss ein Tipp zur Motivation zwischendurch: Vergegenwärtigen Sie sich, was Sie schon alles geschafft haben, im Rahmen Ihrer Jobsuche.

Und dann packen Sie das an, was als Nächstes ansteht!

Viel Glück und Erfolg.


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